Sie steigen wieder: der Leitzins und das Interesse daran
Shownotes
Die Europäische Zentralbank erhöht wieder den Leitzins, die US-Zentralbank soll sie senken. In solchen Phasen haben auch die Mitglieder, Kundinnen und Kunden ein besonderes Interesse an Geldanlagen, die Zinsen und am besten auch Sicherheit bieten. Ob jede Anlegerin und jeder Sparer solche Finanzprodukte haben sollte, darüber sprechen in dieser Folge Patrick Schmitz, Bereichsleiter Privatkunden der Vereinten Volksbank, und Hans-Dieter Sehlleier, Abteilungsleiter Private Banking.
Wichtige Hinweise zu Risiken von Anlageprodukten
Die hier angebotenen Informationen enthalten nur allgemeine Hinweise zu einzelnen Arten von Finanzinstrumenten. Sie stellen die Chancen und Risiken der Anlageprodukte nicht abschließend dar und sollen eine ausführliche und umfassende Aufklärung nicht ersetzen. Detaillierte Informationen über Anlagestrategien und einzelne Anlageprodukte, einschließlich damit verbundener Risiken, Ausführungsplätze sowie Kosten und Nebenkosten, stellen wir Ihnen vor Umsetzung einer Anlageentscheidung im Rahmen der Beratung zur Verfügung.
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Ralf Bröker: Mein Name ist Ralf Bröker und heute ist bei uns im Volksbanktalk zu Gast mein
Ralf Bröker: Kollege Hans-Dieter Sehlleier.
Hans-Dieter Sehlleier: Hallo Ralf.
Ralf Bröker: Und mein Kollege Patrick Schmitz.
Patrick Schmitz: Hallo Ralf, hallo Hans-Dieter.
Ralf Bröker: Hans-Dieter, du bist ja hier als Gast schon häufig da gewesen,
Ralf Bröker: immer als Abteilungsleiter Private Banking.
Ralf Bröker: Du brauchst dich gar nicht mehr so großartig vorstellen. Aber Patrick Schmitz,
Ralf Bröker: du bist heute in einer Funktion da, die ist noch relativ neu.
Patrick Schmitz: Genau, da hast du recht, Ralf. Vielleicht aus vergangenen Folgen,
Patrick Schmitz: aus dem Podcast Stein auf Stein, der Eigenheim-Podcast der Vereinten Volksbank.
Patrick Schmitz: Da bin ich vielleicht schon dem einen oder anderen Mal über den Weg gelaufen
Patrick Schmitz: beziehungsweise durchs Ohr gekrochen, will ich fast sagen.
Patrick Schmitz: Genau, da hat man nämlich das ein oder andere Mal gefunden, jetzt aber seit dem 1.7.
Patrick Schmitz: In einer neuen Funktion, in einer neuen Rolle im Hause der Vereinten Volksbank,
Patrick Schmitz: als Bereichsleiter für das Privatkundengeschäft, Also für die Privatkundenbetreuung
Patrick Schmitz: und für das Private Banking Segment.
Patrick Schmitz: Dementsprechend habe ich heute auch das Vergnügen, hier mit euch,
Patrick Schmitz: insbesondere mit Hans-Dieter dann auch,
Patrick Schmitz: für den Volksbanktalk auch mal zur Verfügung zu stehen als Gast und mal über
Patrick Schmitz: ein paar Themen, die sowohl das Private Banking, aber auch alle Kunden eigentlich
Patrick Schmitz: unseres Hauses dann interessieren.
Ralf Bröker: Und dann ist es ja im Volksbanktalk auch ganz gut platziert.
Ralf Bröker: 1973 haben die Volksbanken und Reifeisenbanken einen Spruch rausgehauen,
Ralf Bröker: der eigentlich auch für unseren Podcast gilt, nämlich wir bieten mehr als Geld und Zinsen.
Ralf Bröker: Und tatsächlich im Volksbanktalk reden wir ja nicht nur über Geld und nicht nur über Zinsen.
Ralf Bröker: Aber ich habe mal nachgeschaut in unserer Themenliste, über Zinsen reden wir
Ralf Bröker: relativ selten. Und heute wollen wir das einfach mal tun.
Ralf Bröker: Zumal sich da ja auch einiges tut in den nächsten Tagen, möglicherweise sogar auch Wochen.
Ralf Bröker: Denn ich habe gehört, die EZB steht direkt davor, die Zinsen zu erhöhen.
Ralf Bröker: Hans-Dieter, jetzt kommen alle Menschen, alle Mitglieder, alle Kundinnen,
Ralf Bröker: alle Kunden auf dich zu, lagern dein Telefon, deinen Mail-Eingang und sagen,
Ralf Bröker: was soll ich jetzt tun? Oder wie ist es?
Hans-Dieter Sehlleier: Ja, also wir stellen schon fest, dass nach den Zinserhöhungen der EZB,
Hans-Dieter Sehlleier: die letzte war ja im Sommer, dann verstärkt Nachfrage nach Zinsen,
Hans-Dieter Sehlleier: wie hoch sind die Zinsen, welche Anlagemöglichkeiten habe ich, Was könnt ihr bieten?
Hans-Dieter Sehlleier: Dann an uns herangetragen werden und ja, da muss man dann individuell schauen,
Hans-Dieter Sehlleier: was zum Kunden passt, weil den Zins alleine kann ich ja nicht betrachten,
Hans-Dieter Sehlleier: sondern ich muss das in Verbindung auch sehen mit der Laufzeit,
Hans-Dieter Sehlleier: mit der Verfügbarkeit und vor allen Dingen auch mit der Erwartungshaltung der
Hans-Dieter Sehlleier: weiteren Zinsentwicklung.
Ralf Bröker: Patrick, bei dir ist es ja so, die Zinsen haben in deiner Vergangenheit eine
Ralf Bröker: große Rolle gespielt auf der Kreditseite.
Ralf Bröker: Jetzt spielen sie auch eine große Rolle auf der Haben-Seite.
Patrick Schmitz: Das ist in der Tat so, genau. Und da hat sich einmal die Einstellung ein Stück
Patrick Schmitz: weit verändert natürlich aus Kundenperspektive und in Verbindung mit meiner Rolle.
Patrick Schmitz: Also früher haben Kunden immer gefeilscht, möglichst wenig Zinsen dann im Vertrag
Patrick Schmitz: stehen zu haben. Heute ist es dann genau umgekehrt.
Patrick Schmitz: Heute möchten die Kunden natürlich möglichst auf der Anlageseite einen möglichst
Patrick Schmitz: hohen Zinssatz entsprechend stehen haben.
Patrick Schmitz: Dementsprechend ist das für mich natürlich schon eine kleine Veränderung, aber nachvollziehbar.
Patrick Schmitz: Und ganz entscheidend ist natürlich, dass jetzt auch,
Patrick Schmitz: durch die Veränderungen am Zinsmarkt, durch anstehende Entscheidungen,
Patrick Schmitz: durch den Energiepreisschock vielleicht auch ein Stück weit und dadurch bedingt
Patrick Schmitz: auch Veränderungen in der Inflation, natürlich Zinsveränderungen auf uns zukommen.
Patrick Schmitz: Aber so wie Hans Dieter das sagte, sollten unsere Kunden sich nicht die großen
Patrick Schmitz: Gedanken machen, was ist jetzt der optimale Einstieg vielleicht für meine Geldanlage,
Patrick Schmitz: sondern wirklich auch einfach die persönlichen Bedürfnisse da in den Vordergrund stellen.
Patrick Schmitz: Und da ist der Hans Dieter mit seinem Team wirklich gut dabei,
Patrick Schmitz: einfach zu analysieren, wo sind die persönlichen Bedürfnisse unserer Mitglieder,
Patrick Schmitz: Kundinnen und Kunden und welche Anlage passt dann auch, insbesondere unter den
Patrick Schmitz: Faktoren, die Hans Dieter gerade genannt hatte.
Ralf Bröker: Hans-Dieter, also es ist noch gar nicht so lange her, dass wir in einer Nullzinsphase
Ralf Bröker: darüber gesprochen haben, dass Geldanlage für,
Ralf Bröker: ein paar ganz kleine Prozente ja nichts Gutes ist, sondern man muss nur und
Ralf Bröker: ausschließlich in Wertpapiere investieren.
Ralf Bröker: Jetzt haben wir keine Nullzinsphase mehr.
Ralf Bröker: Gilt dann dieser Satz auch nicht mehr oder hat er noch nie gegolten?
Hans-Dieter Sehlleier: Also ich sage es mal so.
Hans-Dieter Sehlleier: Die Nullzinsphase hat sicherlich die Wertpapiere, speziell Aktien und andere
Hans-Dieter Sehlleier: Wertpapiere, stärker in den Fokus gerückt, weil das Bereiche waren,
Hans-Dieter Sehlleier: wo man dann zumindest eine gewisse Rendite erzielen konnte.
Hans-Dieter Sehlleier: Auf der sicheren Zinsseite, im Festgeldbereich, Tagesgeldbereich oder auch bei
Hans-Dieter Sehlleier: kürzer laufenden Anleihen gab es ja zu der Zeit nichts.
Hans-Dieter Sehlleier: Das hat sich seit 2022 geändert und wir stellen also auch fest,
Hans-Dieter Sehlleier: dass sich auch das Bewusstsein der Kunden seitdem verändert hat.
Hans-Dieter Sehlleier: Es wird wieder konkret nach Zinsprodukten nachgefragt, was in der Niedrigzinsphase
Hans-Dieter Sehlleier: eigentlich tot war und wir schauen dann, was passt zum Kunden.
Hans-Dieter Sehlleier: Weil ich kann ja den Zinsmarkt unterschiedlich abbilden in meiner Vermögensstruktur.
Hans-Dieter Sehlleier: Ich kann Festgeld, Tagesgeld machen oder ich gehe über Anleihen,
Hans-Dieter Sehlleier: Bankanleihen, Unternehmensanleihen oder aber, wenn ich selbst gar nicht auswählen
Hans-Dieter Sehlleier: möchte, bietet sich auch die Möglichkeit, in entsprechenden Fondslösungen den
Hans-Dieter Sehlleier: Zinsmarkt für sich zu nutzen.
Ralf Bröker: Patrick, wenn ich das für mich mal übersetze, kann man sagen,
Ralf Bröker: dass eigentlich in jede Vermögenstruktur, in jedes Vermögen auch irgendwas gehört,
Ralf Bröker: was mit Zinsen zu tun hat?
Patrick Schmitz: Das halte ich auf jeden Fall für sinnvoll. Und was ich vielleicht nochmal an
Patrick Schmitz: der Stelle aufgreifen möchte, ist so ein Stück weit die Nullzinsphase,
Patrick Schmitz: die ja wirklich so ein Stück weit auch das Mindset ein bisschen verändert hat auch.
Patrick Schmitz: Sowohl auf Beraterseite als auch auf Kundenseite irgendwo. Und uns natürlich
Patrick Schmitz: auch gezeigt hat, ja Vermögenstruktur ist da einfach enorm wichtig in dem Moment.
Patrick Schmitz: Und aus der vergangenen Zeit war man stark im Bereich Zinsprodukte unterwegs.
Patrick Schmitz: Ich habe eine hohe Sicherheit. Ich habe klare Verfügbarkeiten geregelt für mich auch.
Patrick Schmitz: Wenn ich die Laufzeiten dann entsprechend gestalte, habe ich das Thema Liquidität
Patrick Schmitz: dann auch immer auf meiner Seite.
Patrick Schmitz: Und ich habe dieses hohe Sicherheitsbedürfnis, was vielleicht dann im Vordergrund
Patrick Schmitz: teilweise stand, habe ich auch immer bedient.
Patrick Schmitz: Aber aus der Nullzinsphase, wo wir teilweise auch über Verwahrentgelte bei den
Patrick Schmitz: Banken gesprochen haben, wo ich sagen muss, naja, mein Geld wurde dann tatsächlich
Patrick Schmitz: nicht nur durch die Inflation letztlich in der Kaufkraft reduziert,
Patrick Schmitz: sondern es wurde auch tatsächlich absolut reduziert durch mögliche Verwahrentgelte.
Patrick Schmitz: Diese Phase hat uns einfach gezeigt, dass es auch alternative Anlagelösungen gibt.
Patrick Schmitz: Und die haben wir ganz explizit und ganz stark dann auch in der Vermögenstrukturierung
Patrick Schmitz: gespielt, um da den Kunden auch gute, renditestarke Lösungen zu bieten.
Patrick Schmitz: Und auch auf lange Sicht letztlich verschiedene Anlageklassen und Laufzeitbänder
Patrick Schmitz: dann auch optimal auf den Kunden abgestimmt dann auch anbieten zu können.
Ralf Bröker: Laufzeitbänder, das heißt also, ob es um zehnjährige Papiere geht oder ob der
Ralf Bröker: Zins für ein Jahr festgelegt ist?
Patrick Schmitz: Ja, klar, genau, das meine ich jetzt mit Laufzeitbändern. Ist es wirklich kurzfristig
Patrick Schmitz: auf ein Tagesgeld gedacht, in Geldmarktlösungen oder aber sind es die langfristigen Anleihen auch?
Patrick Schmitz: Ob man jetzt gleich von zehn Jahren spricht, dann bin ich vielleicht eher schon
Patrick Schmitz: wieder in einer ratierlichen Fondsparlösung, wo ich sage, naja,
Patrick Schmitz: da habe ich jetzt vielleicht längere Ansparhorizonte, aber auch mit einer ratierlichen
Patrick Schmitz: Besparung gegebenenfalls versehen.
Patrick Schmitz: Ja, auch in diese Laufzeitbänder kommt man, aber ja, um auf deine Frage zurückzukommen,
Patrick Schmitz: das meine ich mit Laufzeitbändern.
Ralf Bröker: Hans-Dieter, kommt noch jemand und sagt, Herr Seeleier, ich hätte gerne diese
Ralf Bröker: Bundesschätzchen, die hatten wir früher immer, die hätte ich gerne wieder. Gibt es das noch?
Hans-Dieter Sehlleier: Ich sage mal nein. Also die Nachfrage ist eigentlich, ich sage mal,
Hans-Dieter Sehlleier: in unserem Kundenklientel so gar nicht mehr gegeben.
Hans-Dieter Sehlleier: Ich kenne es auch noch, ich bin ja auch schon lange im Geschäft früher,
Hans-Dieter Sehlleier: wo man dann noch bei der Bundesschuldenverwaltung Bundesschuldbuchkonto machen
Hans-Dieter Sehlleier: konnte, was dann gebührenfrei geführt worden ist, wo dann auch die einen oder
Hans-Dieter Sehlleier: anderen Kunden Papiere hatten.
Hans-Dieter Sehlleier: Also das Thema kann man abhaken und die, ich sage mal, Bundespapiere,
Hans-Dieter Sehlleier: die es ja nach wie vor gibt, finden eigentlich, ich sage mal, in den Depots,
Hans-Dieter Sehlleier: eher keine Berücksichtigung, was häufig gespielt wird, um da halt auch,
Hans-Dieter Sehlleier: den zukünftig erwarteten Zinsmarkt zu spielen, sind Stufenzinsanleihen,
Hans-Dieter Sehlleier: wo der Zinssatz halt entsprechend mitwächst.
Hans-Dieter Sehlleier: Da muss man aber gucken, was gerade zum Kunden passt. Und viele verknüpfen ja,
Hans-Dieter Sehlleier: wenn sie von Zinsen sprechen, dann auch irgendwie eine risikolose Geldanlage.
Hans-Dieter Sehlleier: Dem muss ich klar widersprechen. Es sei denn, ich lege, ich sage mal,
Hans-Dieter Sehlleier: im Festgeldbereich der Bank an oder Tagesgeldbereich oder Sparbrief bei der Bank.
Hans-Dieter Sehlleier: Da habe ich kein Zinsrisiko, kein Änderungsrisiko, weil ich dann für diese Zeit
Hans-Dieter Sehlleier: den Zins bekomme und auch keine Kursverluste erleiden kann.
Ralf Bröker: Zumindest bei der richtigen Bank.
Ralf Bröker: Richtig, genau.
Hans-Dieter Sehlleier: Wohingegen, wenn ich den Zinsmarkt über Wertpapiere abbilde,
Hans-Dieter Sehlleier: dann muss ich schon mit Schwankungen während der Laufzeit der Wertpapiere rechnen.
Hans-Dieter Sehlleier: Und wenn ich gerade, ich sage mal, während der Laufzeit Liquidität brauche und
Hans-Dieter Sehlleier: ich bin darauf angewiesen, dieses Papier zu verkaufen, dann kann es auch sein,
Hans-Dieter Sehlleier: dass ich dann mit einem Minus aus dem Geschäft rausgehe.
Hans-Dieter Sehlleier: Ich habe also 100 Prozent eingezahlt und kann das Papier vielleicht nur zu 98 Prozent verkaufen.
Hans-Dieter Sehlleier: Das Risiko muss mir bewusst sein und deswegen ist uns auch wichtig,
Hans-Dieter Sehlleier: mit dem Kunden in den Gesprächen klar zu definieren, wie lange hast du das Geld
Hans-Dieter Sehlleier: über und dann bauen wir eine Laufzeitstruktur auf.
Patrick Schmitz: Ja, und das haben wir ja auch gerade aktuell. Also die Zinsen steigen und dementsprechend
Patrick Schmitz: sind wir gerade in der Situation, wenn jetzt gerade bei diesen
Patrick Schmitz: Anlagen dann halt Liquiditätsbedarf besteht, kann ich davon ausgehen,
Patrick Schmitz: dass ich unter Einstandskurs womöglich dann liquidieren muss und verkaufen muss.
Ralf Bröker: Ja, ich erinnere mich so vor 20, 30 Jahren, als es so anfing mit Verbraucherzeitschriften
Ralf Bröker: etc., gerade auch im Finanzbereich,
Ralf Bröker: dass da insbesondere ein sehr populäres Magazin geschrieben hat,
Ralf Bröker: also dass es auch egal ist, bei welcher Bank man das hat, diese ganzen,
Ralf Bröker: Zinsprodukte, es ist überall sicher.
Ralf Bröker: Und ein paar Jahre später gab es dann so Phänomene wie Island oder politische
Ralf Bröker: Veränderungen zum Beispiel in der Türkei und so weiter. Und dann änderten sich
Ralf Bröker: trotzdem die Zinsen ganz verblüffend, teilweise sogar auch die Garantien,
Ralf Bröker: die dahinter gelegt haben.
Ralf Bröker: Also man sollte, glaube ich, auch bei Bankprodukten genau schauen,
Ralf Bröker: mit wem man das macht, oder? Sehe ich das falsch?
Hans-Dieter Sehlleier: Das auf jeden Fall. Und da gilt es wie bei allen Verträgen. Man muss gucken,
Hans-Dieter Sehlleier: was steht im Kleingedruckten, was steht beim Sternchen. Weil das wird häufig
Hans-Dieter Sehlleier: übersehen, auch gerade bei Fernsehwerbung.
Hans-Dieter Sehlleier: Dann nimmt der Kunde den Zinssatz mit, der großflächig da über den Bildschirm
Hans-Dieter Sehlleier: flackert. Aber das Kleine kann man ja so schnell auch gar nicht lesen.
Ralf Bröker: Und da steht aber bei diesem Asterix, so heißt ja dieses Sternchen,
Ralf Bröker: bei diesem Asterix steht dann dabei, für die ersten 5000 Euro in den ersten sechs Wochen.
Patrick Schmitz: Ja und ganz klar muss man ja sagen, also grundsätzlich ist es ja ein guter Rat,
Patrick Schmitz: wenn man sagt, egal welche Geschäftsverbindung ich eingehe, ein seriöser Geschäftspartner
Patrick Schmitz: ist in jeder Ebene oder auf jeder Ebene sinnvoll, der seriöse Geschäftspartner.
Patrick Schmitz: Und man sagt ja auch, bei Geld hört die Freundschaft auf und dann denke ich
Patrick Schmitz: mir, also gerade da ist Seriosität beim Geschäftspartner oder bei der Auswahl
Patrick Schmitz: der Geschäftspartner wirklich sehr, sehr wichtig und wertvoll in dem Moment auch.
Ralf Bröker: Ja, sucht ihr dann, Hans-Dieter, mit unseren Mitgliedern und den Kundinnen und
Ralf Bröker: Kunden diese Geschäftspartner aus?
Ralf Bröker: Ich nenne das jetzt mal so, ob das Staaten sind, ob das Unternehmen sind,
Ralf Bröker: ob das Anleihen sind, die aus dem Verbunden kommen oder was auch immer.
Ralf Bröker: Wie macht ihr das? Oder guckt ihr einfach nur, was ist gerade angesagt?
Hans-Dieter Sehlleier: Also wir beraten ja anhand unserer Hausmeinung. Bei uns in der Vereinigten Volksbank
Hans-Dieter Sehlleier: gibt es ein sogenanntes Hausmeinungsgremium, wo wir halt entscheiden,
Hans-Dieter Sehlleier: welche Wertpapiere, welche Anlagen wir in der Beratung einsetzen wollen.
Hans-Dieter Sehlleier: Und ich habe da, ich sage mal, für mich auch eine klare Marschrichtung.
Hans-Dieter Sehlleier: Ich sage immer, für mich kommen da nur Papiere rein, die ich auch selbst kaufen würde.
Hans-Dieter Sehlleier: Somit fallen dann auch gewisse Dinge raus. Aber wir wollen mit der Hausmeilung
Hans-Dieter Sehlleier: ja auch unseren Beratern eine Orientierung geben. Und von daher ist das Hausmeilungsgremium
Hans-Dieter Sehlleier: auch schon ein Filterkriterium.
Hans-Dieter Sehlleier: Gleichwohl kann jeder Kunde, wenn er meint, ich will jetzt das Wertpapier XY
Hans-Dieter Sehlleier: in meinem Depot abbilden, alles auch kaufen.
Ralf Bröker: Man hört raus, du bist Teil der Hausmeinung. Also du bist da unterwegs.
Hans-Dieter Sehlleier: Ja, also ich bin Mitglied des Hausmeinungsgremiums und wir diskutieren teilweise
Hans-Dieter Sehlleier: auch recht intensiv und kontrovers über die Produkte und Lösungen,
Hans-Dieter Sehlleier: die wir aufnehmen wollen.
Hans-Dieter Sehlleier: Aber es macht Spaß, da auch mitzuwirken.
Patrick Schmitz: Ja, man muss ganz klar sagen, also diese Hausmeinung, von der du sprichst,
Patrick Schmitz: Hans-Dieter, ist auch wirklich sehr breit aufgestellt, sodass wir letztlich,
Patrick Schmitz: alle Präferenzen unserer Mitglieder, Kundinnen und Kunden dann auch abdecken
Patrick Schmitz: können, was die Asset-Klasse angeht, was die Risikoklassen angeht,
Patrick Schmitz: was die Renditeerwartung angeht, was das Liquiditätsbedürfnis angeht.
Patrick Schmitz: Also da decken wir wirklich das gesamte breite Spektrum ab.
Ralf Bröker: Es ist also anders, als der ein oder andere möglicherweise über eine Bank denkt.
Ralf Bröker: Da sitzt ein Berater und der Berater hat für sich persönlich mal so festgelegt,
Ralf Bröker: was er denn gut findet und was er nicht so gut findet und was er in den nächsten
Ralf Bröker: 24 Tagen dann so an den Mann oder an die Frau bringen möchte,
Ralf Bröker: sondern da gibt es einen ganz anderen Weg.
Ralf Bröker: Ihr nennt das ja auch immer genossenschaftliche Beratung und dahinter steckt
Ralf Bröker: offensichtlich auch diese Gremienmeinung.
Hans-Dieter Sehlleier: Genau, also wir geben mit dem Hausmahnungsgremium zumindest die Leitplanken
Hans-Dieter Sehlleier: vor und je nachdem, wie der Kunde dann aufgestellt ist, wie er aufgestellt sein
Hans-Dieter Sehlleier: möchte, bedienen wir uns entsprechend der Empfehlung.
Ralf Bröker: Dann hat sich das ja bei dir, Patrick, gar nicht geändert. Auch da ging es ja
Ralf Bröker: schon um die Bedürfnisse des Mitglieds und des Kunden und nicht unbedingt um
Ralf Bröker: das, was, sage ich mal, jetzt gerade unbedingt an den Mann gebracht werden muss.
Patrick Schmitz: Nein, absolut. Also das ist der Grundsatz unserer Beratung. Du hast es gerade
Patrick Schmitz: angesprochen, die genossenschaftliche Beratung.
Patrick Schmitz: Da geht es jetzt also nicht darum, bestimmte Produkte in den Fokus zu stellen und zu schauen,
Patrick Schmitz: wo finde ich jetzt den passenden Kunden, um dieses eine Produkt jetzt an den
Patrick Schmitz: Kunden oder die Kundin zu bringen, sondern wir setzen uns mit unseren Kunden
Patrick Schmitz: zusammen, analysieren im Rahmen unserer genossenschaftlichen Beratung und schauen
Patrick Schmitz: dann, dass wir entsprechend maßgeschneidert die passende Lösung finden.
Patrick Schmitz: Sei es auf der Finanzierungsseite, Kreditseite, auf der Anlageseite,
Patrick Schmitz: aber auch alles rund um den Kontoservice und Co.
Ralf Bröker: Wenn ihr unseren Mitgliedern und Kunden und Kundinnen in dieser Phase,
Ralf Bröker: wo jetzt mal wieder eine Zinssteigerung ansteht, wo in den USA nicht klar ist,
Ralf Bröker: welchen Weg die denn zukünftig jetzt wohl gehen wollen, einen Rat geben würdet.
Ralf Bröker: Was wäre so zum Abschluss unseres kleinen Podcasts zum Thema Zinsen der Rat,
Ralf Bröker: den ihr den Menschen mitgeben möchtet?
Hans-Dieter Sehlleier: Also Zinspapiere gehören auf
Hans-Dieter Sehlleier: jeden Fall in irgendeiner Form in jede Vermögenstruktur, in jedes Depot.
Hans-Dieter Sehlleier: Aber ich sage auch, man muss auch die anderen Bereiche, so wie Edelmetalle,
Hans-Dieter Sehlleier: alternative Anlagen und vor allen Dingen Substanzwerte in Form von Aktien oder
Hans-Dieter Sehlleier: Aktienfonds beimischen.
Hans-Dieter Sehlleier: Denn wenn ich mal zehn Jahre zurückschaue, dann sind die Kunden am besten gefahren,
Hans-Dieter Sehlleier: die seit zehn Jahren Vermögenstruktur betreiben.
Hans-Dieter Sehlleier: Gegenüber den Kunden, die sich rein im Festgeld gedummelt haben.
Patrick Schmitz: Ja, ich glaube, da kann ich schon fast gar nicht mehr viel hinzufügen.
Patrick Schmitz: Also am Ende muss man sagen, die Mischung macht es auf den Kunden abgestimmt.
Patrick Schmitz: Ein gutes Rezept hat viele Zutaten, will ich da sagen.
Patrick Schmitz: Und das ist das, was das entscheidende Erfolgsrezept am Ende auch ist und was
Patrick Schmitz: uns dann ausmacht, dass wir unseren Kunden da in dem Moment zuhören,
Patrick Schmitz: die Bedürfnisse ermitteln und
Patrick Schmitz: daraufhin dann entsprechend die passende Rezeptur dann entwickeln auch.
Ralf Bröker: Da würde ich mich gerne anschließen. Also für mich ist tatsächlich auch in Zeiten
Ralf Bröker: von YouTube-Tutorials und Influencern einfach wichtig, dass man nicht nur sich selbst informiert,
Ralf Bröker: sondern mit dieser selbst gebildeten Meinung und Ansicht auf jemanden zugeht,
Ralf Bröker: der einfach auch Kompetenz und Erfahrung in dem Bereich hat und sich nochmal
Ralf Bröker: austauscht, bevor man weitreichende Entscheidungen trifft.
Patrick Schmitz: Ja und das ist das Schöne, das vielleicht nochmal abschließend und ergänzend.
Patrick Schmitz: Also ich lerne das Team im Private Banking mit den Wertpapierspezialisten jetzt
Patrick Schmitz: ja auch wirklich intensiver kennen als aus meiner alten Rolle heraus noch
Patrick Schmitz: und da muss man wirklich sagen, ich durfte auch schon das eine oder andere Gespräch
Patrick Schmitz: mal mit Kunden begleiten und,
Patrick Schmitz: es ist wirklich hochinteressant, wie intensiv sich viele Kundinnen und Kunden
Patrick Schmitz: mit Anlageentscheidungen eigenständig auseinandersetzen und umso spannender
Patrick Schmitz: und da sehe ich auch den Spaß in den Augen unserer Beraterinnen und Berater.
Patrick Schmitz: Wenn der Kunde dann wirklich einen Sparringspartner sieht und in den Meinungsaustausch
Patrick Schmitz: geht und einfach mal wirklich fachlich teilweise wirklich sehr tief dann diskutiert
Patrick Schmitz: wird und man am Ende gemeinsam dann zu einer Lösung kommt und beide gehen mit
Patrick Schmitz: einem tollen Gefühl raus.
Ralf Bröker: Die lange Geschichte kurz, das ist genossenschaftliche Beratung.
Ralf Bröker: Schönen Dank in die Runde.
Patrick Schmitz: Danke auch.
Hans-Dieter Sehlleier: Danke.
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